Erstellt am 23. Dezember 2024
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#sozialversicherung

"Neue Sozialversicherungsregelungen 2025: Das ändert sich für Beiträge und Leistungen" 

 Wichtigste Neuerungen im Überblick

1. Renten (AHV & IV)

  • Rentenanpassung um 2,9 % aufgrund der Preis- und Lohnentwicklung:
    • Mindestrente: CHF 1 260 → (bisher CHF 1 225)
    • Maximalrente: CHF 2 520 → (bisher CHF 2 450)
    • Ehepaar-Maximalrente: CHF 3 780

2. Referenzalter Frauen (AHV-21-Reform)

  • Frauen des Jahrgangs 1961 erreichen das Referenzalter bei 64 Jahren und 3 Monaten. Bis 2028 wird schrittweise auf ein einheitliches Rentenalter von 65 Jahren angeglichen. Kompensationsmassnahmen wie Rentenzuschläge sind vorgesehen.

3. Beiträge (AHV / IV / EO)

  • Mindestbeitrag für Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige: steigt auf CHF 530/Jahr.
  • Freiwillige AHV/IV: Mindestbeitrag erhöht sich auf CHF 1 010, Obergrenze auf CHF 25 250.
  • Geringfügige Löhne: Beitragspflicht erst ab CHF 2 500/Jahr (bisher CHF 2 300).
  • Beitragssätze bleiben bei insgesamt 10.6 % des AHV-Bruttolohns (je 5.3 % Arbeitgeber/Arbeitnehmer).


4. Hilflosenentschädigungen & Assistenzbeiträge

  • AHV/IV-Leistungen je nach Hilflosigkeitsgrad:
    • Leicht: CHF 252 (AHV), CHF 504 (IV)
    • Mittel: CHF 630 / CHF 1 260
    • Schwer: CHF 1 008 / CHF 2 016


5. Familienzulagen

  • Kinderzulage: CHF 215/Monat (bisher CHF 200)
  • Ausbildungszulage: CHF 268/Monat (bisher CHF 250)

6. Ergänzungs- & Überbrückungsleistungen (EL/ÜL)

  • Erhöhung des anerkannten Lebensbedarfs, der Mietobergrenzen und Freibeträge auf Erwerbseinkommen.

7. 3. Säule (gebundene Vorsorge)

  • Höchstbetrag für steuerlich abziehbare Einzahlungen steigt:
    • Mit 2. Säule: CHF 7 258
    • Ohne 2. Säule: CHF 36 288
  • Rückwirkende Einzahlungen für nicht ausgeschöpfte Beiträge bis zu 10 Jahre möglich.

8. Digitalisierung

  • Erwerbsausfallentschädigungen können neu online beantragt werden; Papierformulare werden zunehmend abgeschafft.


Fazit

Die Reform 2025 bringt zahlreiche Anpassungen: höhere Renten, angehobene Beiträge, mehr Flexibilität bei Vorsorgeeinzahlungen und eine verstärkte Digitalisierung. Diese Entwicklungen stärken die soziale Absicherung und passen das System an wirtschaftliche Realitäten an.